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Céline Tellier - Künstlerischer und Technischer Direktor
Raymanzone : Würden Sie sich kurz vorstellen?
Céline Tellier : Mein Name ist Céline Tellier, ich bin 27 und Künstlerischer und Technischer Direktor für Rayman 3.
Wie wird man ein Künstlerischer Direktor für ein Spiel wie Rayman 3?
Es fing damit an, dass ich Werbegrafik-Design in Paris studierte, aber nach einigen Erfahrungen in dieser Branche merkte ich, dass das nicht das richtige für mich war. Ich verließ also die Schule 1997 im Alter von 21 Jahren und begann bei Ubi Soft als Junior Grafik-Designer. Im ersten Jahr kreierte ich die Charaktere für ein Comic-Action-Spiel. Dann begann ich mit Rayman 2 wo ich mehr auf die Produktion von Dekoren und grafischem Finishing spezialisiert war: Spezialeffekte, Lichteffekte, Texturen und so weiter. Das Projekt hat wirklich die persönliche und berufliche Erfahrung bereichert und war ein echtes Sprungbrett zu Rayman 3.
So begann ich in Rayman 3 als Künstlerischer Direktor – mit der Unterstützung des Illustratoren, Eric Pelatan – und als Technischer Direktor, der die Aufgabe hat, alle Werkzeuge die für die Grafiken nötig sind zu beschaffen. Als die Produktion angelaufen war, war es meine Aufgabe das Grafikteam zu betreuen und das Endprodukt zu überwachen. Ich hatte sogar Gelegenheit noch einmal zurück in die Produktion zurückzugehen und einige grafische Finishes für Dekorationen und Spezialeffekte einzuarbeiten. Es war wirklich toll auch noch einmal etwas entwerfen zu können!
Woraus besteht Ihr Job in wenigen Worten?
Soweit es das „Design“ angeht, besteht mein Job darin die verschiedenen Ideen für Dekore, Charaktere, Gameplay-Objekte, Atmosphären und besondere Plätze aufzulisten und zu skizzieren. Auf Seiten der Produktion überwacht der Künstlerische Direktor die gesamte 2D- und 3D-Arbeit, um sicherzustellen, dass alles auch in sich konsistent ist und die gewünschte Qualität erreicht. Außerdem steht man hier als Bindeglied zwischen dem Team und den anderen Bereichen, besonders den Engeneers und den Spiel-Designern bereit.
Warum wollten Sie in Videospiel-Branche arbeiten?
Entgegen vieler meiner Kollegen, habe ich diese Leidenschaft nicht in der Kindheit entwickelt. Ich habe es einfach einmal ausprobiert und später wurde es mehr und mehr zur Leidenschaft.
Welchen Rat würden Sie jemandem geben, der als Künstlerischer Direktor arbeiten möchte?
Diese Aufgabe ist absolut nur etwas für erfahrene Grafik-Designer mit Talent und guten Kenntnissen der allerneuesten kreativen und technischen Grafikentwicklungen im Videospielbereich. (Der beste Weg dies zu erlangen ist die E3 (Electronic Entertainment Exhibition). Sie ist der jährliche Höhepunkt der Videospiel-Industrie in Los Angeles.) Oder etwas allgemeiner gesprochen, ist es wichtig up-to-date mit den aktuellen Trends in Filmen, der Werbung und der Spezialeffekte zu sein. Darüber hinaus macht Erfahrung den Unterschied aus – und hier hat mir Rayman 2 sehr geholfen. Andererseits benötigt man gute Fertigkeiten sowohl im künstlerischen als auch technischen Bereich als auch im Bereich des Management. Aber, das allerwichtigste ist, dass Sie ein leidenschaftliches Interesse an der Arbeit haben und das Projekt und das Team was daran arbeitet lieben!
Was sind Ihre zukünftigen Pläne nach Rayman 3?
Ich möchte weiterhin an Konsolenspielen und verschiedenen grafischen Universen arbeiten – vorausgesetzt, es sind keine Kriegs-Simulationen! Außerdem möchte ich alles in den Schatten stellen, was in Echtzeit gemacht werden kann. Im Moment arbeite ich an Prince of Persia: The Sands of Time.
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